docent.jpgIm Herbst 1994 kam ich als Lehrerin an die Wilson High School in Long Beach, Kalifornien. Es war kurz nach den Rodney-King-Unruhen, und rassistische Spannungen weiteten sich bis in die Schule aus. Als ich hörte, wie einer meiner Schüler sagte: „Ich fühle mich wie in einem unerklärten Krieg“, beschloss ich, mit meiner Klasse Anne Franks Tagebuch zu lesen. Ich wollte unbedingt, dass die Teenager lernten, gegen Unrecht in ihrer Umgebung mit einem Stift und Papier zu kämpfen und nicht mit ihren Fäusten oder mit einer Pistole.

Das Tagebuch hat mich zutiefst bewegt

Ich las Anne Franks Tagebuch zum ersten Mal im vierten Schuljahr. Ich erinnere mich, dass ich zutiefst bewegt war - und als ich sah, wie meine Schüler das Buch lasen (viele von ihnen lasen zum ersten Mal ein Buch von der ersten bis zur letzten Seite), war ich aufs Neue von diesem Buch inspiriert.

Anne Franks Tagebuch stand im Mittelpunkt meines Unterrichts über Toleranz und Akzeptanz. Es stieß auf großen Widerhall bei den Schülern, denn sie konnten viele Themen, die darin zur Sprache kommen, auf sich und ihr Leben beziehen – Diskriminierung, Ankämpfen gegen Stereotype und der große Wunsch, eine eigene Stimme zu haben. Als sie dann selbst Tagebuch führten, hatten sie diese Stimme.

Die Menschen inspirieren, sich für eine bessere Welt einzusetzen

freedomwriters_11.jpgDie Tagebucheinträge meiner Schüler wurden im Buch „Freedom Writers“ veröffentlicht. Der gleichnamige Film basiert auf diesem Buch. Ich bin sehr stolz auf den Film und glaube, dass er die Menschen inspirieren wird, sich für eine bessere Welt einzusetzen. Toleranz und Akzeptanz sind in unserer Zeit sehr wichtig. Wir hoffen, dass der Film wie ein Katalysator wirkt, damit Menschen offen werden für andere und sich auf ihre Gemeinsamkeiten besinnen - so wie die Freedom Writers durch die Lektüre von Anne Franks Tagebuch.

Im nächsten Monat erzähle ich mehr darüber, wie ich an das Projekt „Freedom Writers“ herangegangen bin.

Erin Gruwell


7 Kommentare zu “Erin Gruwell: „Ich war aufs Neue inspiriert“”  

  1. 1 Zissi

    Ich habe letzte Woche den Film “Freedom Writers” im Kino gesehen und finde ihn einfach genial… Wenn Erin Gruwell auch nur annährend so ist wie im Film, dann hat sie wunderbares bewirkt und sollte als Vorbild von vielen werden… Unsere Welt braucht mehr Menschen, wie sie, die sich für andere einsetzen und ihnen Hoffnung geben und Verständnis!!

    Liebe Grüße, Zissi

  2. 2 Bitanem

    Ich habe den Film im Kino gesehen und mir am nächsten Tag das Buch dazu gekauft ich finde sowohl den Film als auch das Buch genial. Ich habe in der Schule eine Buchvorstellung über dieses Buch gemacht und jetzt haben wir das Buch als Lektüre im Deutschunterricht eingeführt.

  3. 3 PI.GS

    Ich finde den Film genial. Und so wie es im Film ist, so sollte es auch im realen Leben sein. Ich kann nicht verstehen, warum sich Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Nationalität , Religion oder was auch immer, bekämpfen.

  4. 4 Kamps Larissa

    Ich sah diesen Film heute zum erstenmal. (25.10.2007)
    Ich muss sagen ich bin begeistert! Ich kann mich gut in die Rolle der Erin Gruwell hinenversetzten. Ich will nicht sagen dass ich vielen Menschen helfe aber wo es auch nur geht helfe ich und unterstützte ich Menschen. Dieser Film hat mir sehr begeistert und mir mal wieder bestätigt was ich ihn meinem Leben tun möchte. Ich verstehe die Menschen nicht, wieso muss es Schwarz und Weiß geben?? Wieso leben wir nicht alle mit einander und nicht gegen einander….???

    Liebe Grüße LK

  5. 5 jutta Gremelmayr

    ich habe mir heute die dvd gekauft, ich bin einfach begeistert, ein wahnsinns film, man bräuchte viel mehr menschen die so tolerant sind, leider zu selten findet man sie daher um so besser wenn das es sie noch gibt, meinen grössten respekt haben sie verdient,
    am besten habe ich die scene gefunden wo das papier herum gereicht wurde und sie es gesehen hat ich hoffe leute fangen an zu verstehen das gangs auch egal in welcher form immer andere leute ausschliessen wird egal wer wir sind , es gibt uns nur einmal und man muss versuchen zusammen zuhalten, gemeinsam einen weg zu finden zusammen zu leben

  6. 6 P.Th.

    Ein Film der mein Herz berührt hat und ja, gebe zu, dass ich weinen musste!

    Ich sehe diese Story nicht als Buch, auch nicht als Movie für ein Schrank, nein es ist viel mehr. Ein Leben über Uns, wie man es leider immer mehr in den deutschen Schulen vorfindet, die jedoch an vielen Hürden der Bildungs- und Sozialpolitik scheitert.

    Viele sehen die Sonderschüler als Sonderschüler
    Die Hauptschüler als Hauptschüler!
    Die Realschüler als Realschüler
    Die Abiturienten als Menschen!

    Danke! Das dieser Film in Deutschland erlaubt wurde!

  7. 7 D.G.

    ich habe den film gesehen und war inspieriert von den Freedom Writers. Ich habe viel respekt vor Erin Gruwell, sie hat es geschafft dass die Schüler ihr Hass nicht mit Hass sondern mit Blatt und Papier bekämpfen.Solche Menschen wie sie sollte es öfters geben.
    Sie haben ihre Umwelt durch ihr Tagebuch verbessert und ich hoffe weltweit den menschen die Augen geöffnet! Mir hat der Film Freedom Writers so gefallen, dass ich mir auch das Buch bestellt habe und ich bin wieder berührt worden.Ich finde egal ob schwarze haut oder weiße, wir sind doch alle Menschen!?

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