Otto Frank beantwortet Briefe von Lesern des Tagebuchs aus der ganzen Welt.
Otto setzt sich für Versöhnung ein
„Ich bin jetzt fast neunzig und meine Kräfte lassen langsam nach. Aber der Auftrag, den ich von Anne habe, gibt mir immer wieder neue Kraft - für Versöhnung zu kämpfen und für Menschenrechte in der ganzen Welt.“
Otto liest das Tagebuch
Otto Frank erinnert sich daran, was ihm durch den Kopf ging, als er das Tagebuch zum ersten Mal las.
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In der Zeit nach dem Krieg setzt Otto Frank sich für Menschenrechte und Respekt vor anderen ein. Zusammen mit seiner zweiten Frau Fritzi beantwortet er Tausende von Briefen, die ihm Leser des Tagebuchs aus der ganzen Welt geschrieben haben. Elfriede oder Fritzi (ihr Rufname) hat durch die Judenverfolgung ihren Mann und ihren Sohn verloren. Sie und ihre Tochter haben die Konzentrationslager überlebt.
Intensive Korrespondenz
Mit manchen von ihnen entwickelt sich ein intensiver Briefwechsel. Otto Frank sagt dazu: „Vor allem Jugendliche wollen immer wieder wissen, wie es zu diesen schrecklichen Ereignissen überhaupt kommen konnte. Ich antworte ihnen, so gut ich kann. Und am Schluss schreibe ich häufig: ‚Ich hoffe, dass Annes Buch eine Nachwirkung in Deinem späteren Leben haben wird, dass Du, soweit es in Deinem Kreis möglich ist, für Verständigung und Frieden arbeiten wirst.’“
Otto Frank liest einen Brief
Fritzi hat Otto jahrelang dabei geholfen, Tausende Briefe von Lesern des Tagebuchs zu beantworten. Otto Frank stirbt am 19. August 1980. Nach seinem Tod beantwortet Fritzi weiterhin die Briefe.
Prozesse
Der Erfolg von Anne Franks Tagebuch ist vor allem für Personen, die auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch der Ideologie des Nationalsozialismus anhängen, schwer zu ertragen. Im Laufe der Jahre wird des öfteren versucht, die Lüge in Umlauf zu setzen, Anne Franks Tagebuch sei eine Fälschung. Otto Frank führte bis zu seinem Tod Prozesse gegen "Leugner". 1979 – er war damals 90 – äußerte er zu diesem Thema in einem Interview mit einer britischen Zeitung: "Zur Zeit laufen in Westdeutschland vier Prozesse, zwei in Hamburg und zwei in Frankfurt, über Beschuldigungen, dass das Tagebuch eine Fälschung sein soll. Ich habe 1961 gegen solche Angriffe gekämpft und gewonnen, aber solche Behauptungen werden noch immer erhoben und ich muss immer wieder dagegen kämpfen." Nach seinem Tod 1980 übernehmen das Anne Frank Haus in Amsterdam und der Anne Frank Fonds in Basel diese Aufgabe.
Das Anne Frank Haus geht immer wieder und erfolgreich juristisch gegen Angriffe auf die Authentizität (Echtheit) des Tagebuchs vor. Wer dennoch mit Lügen über das Tagebuch konfrontiert wird, findet auf dieser Seite in Frage- und Antwortform (pdf) die wichtigsten Fakten zur Authentizität des Tagebuchs.