Anne Frank schreibt nicht nur Tagebuch; sie schreibt auch Geschichten und sammelt schöne Sätze.
Die Schriftstellerin Anne Frank
Zum dreizehnten Geburtstag bekommt Anne von ihren Eltern ein Tagebuch geschenkt. Zuerst ist es für sie ein seltsames Gefühl, Tagebuch zu schreiben. Sie kann sich nicht vorstellen, dass sich jemand für die Herzensergüsse eines dreizehnjährigen Mädchens interessiert. Doch darauf, überlegt sich Anne, kommt es ja auch nicht an. „Ich habe Lust zu schreiben und will mir vor allem alles Mögliche gründlich von der Seele reden.“
Anne schreibt:
„Aber ich will weiterkommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich so leben muss wie Mutter, Frau van Pels und all die anderen Frauen, die ihre Arbeit machen und später vergessen sind. Ich muss neben Mann und Kindern etwas haben, dem ich ganz widmen kann! O ja, ich will nicht umsonst gelebt haben wie die meisten Menschen.“
Das Tagebuch wird veröffentlicht
Otto liest in Annes Tagebuch, dass sie geplant hatte, nach dem Krieg ein Buch über die Zeit im Hinterhaus zu veröffentlichen
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Reaktionen auf das Tagebuch
Nachdem Annes Tagebuch erschienen war, bekam Otto viele Briefe
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Online Shop
Anne Franks Tagebuch und andere Bücher sind in unserem Online Shop erhältlich.
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„Kitty“
Während der Zeit im Versteck beschließt Anne, ihr Tagebuch als eine Freundin zu sehen, der sie den Namen Kitty gibt; das macht das Schreiben einfacher. Außerdem - und damit hat „die ganze Tagebuch-Idee angefangen“ -, fehlt ihr eine richtige Freundin. „Ich kann mit keinen von meinen Bekannten etwas anderes tun als Spaß machen, ich kann nur über alltägliche Dinge sprechen und werde nie intimer mit ihnen. Das ist der Haken. Vielleicht liegt dieser Mangel an Vertraulichkeit auch an mir. Jedenfalls ist es so, leider, und nicht zu ändern. Darum dieses Tagebuch.“
Mit ins Hinterhaus
Als die Familie Frank untertauchen muss, packt Anne als erstes ihr Tagebuch ein. Im Hinterhaus schreibt sie eifrig von Anfang an, fast jeden Tag. Das Leben, das sie nun führt, ist völlig anders als die sorglose Zeit davor. Der quirligen und lebenslustigen Anne fällt es schwer, dass sie nicht hinaus kann und meist ganz leise sein muss. Das Tagebuch hilft ihr.
„Am besten gefällt mir noch, dass ich das, was ich denke und fühle, wenigstens aufschreiben kann, sonst würde ich komplett ersticken.“
Auguste will das Tagebuch lesen
Frau van Pels ist sogar so unverfroren, sie zu fragen, ob sie das Tagebuch lesen darf. Anne lehnt die Bitte höflich, aber bestimmt ab. Margot, Annes Schwester, hat mehr Erfolg. Anne verspricht ihr, dass sie einige Teile lesen darf, aber nur, wenn sie dafür auch etwas aus Margots Tagebuch erfährt.
Kleine Geschichten
Anne macht das Schreiben immer mehr Spaß. Im Sommer 1943 beginnt sie, kleine Geschichten zu verfassen, die sie den Mitbewohnern manchmal vorliest. Sie legt auch ein „Buch der schönen Sätze“ an; darin sammelt sie Stellen aus Büchern, die ihr besonders gut gefallen.
Geschichtenbuch
Das Inhaltsverzeichnis von Annes Geschichtenbuch (sie schrieb ihre Geschichten in ein Kassenbuch).
Anne überarbeitet ihr Tagebuch
Am 28. März 1944 ruft Minister Bolkestein von der niederländischen Exilregierung über Radio Oranje dazu auf, Tagebücher aufzubewahren. Anne, die seine Aufforderung zusammen mit den anderen Untergetauchten hört, lässt sich das nicht zweimal sagen. Sie beginnt, das Tagebuch sorgfältig zu bearbeiten und gibt ihm den Titel „Het Achterhuis“ (Das Hinterhaus). Ihr wird zunehmend klar, dass sie nach dem Krieg ihr Schreibtalent weiterentwickeln will. Ihr großer Traum ist es, Journalistin zu werden und später eine berühmte Schriftstellerin. Und wenn sie nicht genug Talent besitzt, um Zeitungsartikel oder Bücher zu schreiben, dann kann sie einfach für sich selbst schreiben, meint sie.
Lose Blätter
Ein Teil von Annes Tagebuch in der neuen, überarbeiteten Fassung.