Otto Franks Unternehmen
Otto Frank arbeitet hart in seiner Firma und ist deshalb nicht so oft zu Hause. Er beschäftigt sich vor allem damit, Werbematerial und Anzeigen drucken zu lassen. Außerdem veranstaltet er Produktvorführungen und Treffen von Hausfrauenvereinen. Später stellt er dafür eine Mitarbeiterin ein.
Werbematerial und Vorführungen
Nach einer Weile kommen zwei weitere Angestellte hinzu: Victor Kugler und Miep Santrouschitz. Victor Kugler wird Otto Franks rechte Hand; er erledigt die Bestellungen. Miep Gies berät die Kundinnen telefonisch und schriftlich, wie man Opekta richtig benutzt.
Ausstellerkarte für Otto Franks Teilnahme an einer Messe in Rotterdam, September/Oktober 1933.
Zufrieden
Über seine Firma schreibt er im April 1934 in einem Brief an einen Onkel, der ihn finanziell unterstützt: „Wenn auch mein Verdienst noch recht bescheiden ist, so muss man doch zufrieden sein, wenn man überhaupt einen Weg findet, sich zu ernähren und weiterzukommen.“ Trotzdem werden die Firmenräume im Herbst 1934 zu klein und Opekta zieht zum Singel 400 in Amsterdam um.
Familie Van Pels
Ottos Firma läuft immer noch nicht besonders gut, da der Handel mit dem Geliermittel Opekta saisonabhängig ist. Eine Lösung dieses Problems findet sich in der Person des Hermann van Pels. Hermann van Pels ist mit seiner Frau Auguste und dem Sohn Peter 1937 aus Osnabrück in die Niederlande emigriert. Wie die Familie Frank sind die van Pels Juden.
Hermann und Auguste van Pels
Opekta und Pektacon
Hermann van Pels wird Otto Franks Geschäftspartner. Er hat viel Erfahrung mit der Zubereitung von Gewürzmischungen zur Wurstherstellung. Zusammen mit Otto Frank beschließt er, einen Gewürzhandel aufzuziehen. Nachdem Hermann van Pels Victor Kugler eingearbeitet hat, wird der neue Betrieb im Juni 1938 unter dem Namen Pectacon ins Handelsregister eingetragen. In jenem Jahr tritt auch Johannes Kleiman in Otto Franks Firma ein. Er ist für die Buchhaltung der beiden Betriebe verantwortlich.