Die Wanderausstellung „Anne Frank - eine Geschichte für heute“ findet auf der ganzen Welt Interesse.

Polen

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Das Anne Frank Haus ist nun seit über 20 Jahren in Polen aktiv. Die polnische Version der internationalen Anne Frank Ausstellung ist in diesem Land unterwegs und auch viele pädagogische Materialien wurden für Schulen in Polen übersetzt und adaptiert. Von 2010 bis 2013 wurde ein Austauschprogramm für Lehrkräfte, TrainerInnen von Lehrkräften und ExpertInnen aus den Niederlanden und Polen in Kooperation mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau organisiert.

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Niederländisch-polnische Zusammenarbeit

Als Teil des polnisch-niederländischen Austauschprogramms „Holocaust Education in European Perspective“ wurde eine Reihe von Unterrichtsmaterialien an Schulen in den Niederlanden und Polen gebracht. Zum Beispiel wurde die Anne Frank Ausstellung in beiden Ländern gezeigt und auch die polnische Version des Geschichts-Comic „Die Suche“ wurde für eine große Anzahl an Lehrkräften zugänglich gemacht. Einige derer, die diese Produkte benutzen, nahmen auch an dem Austauschprogramm teil. Dieses niederländisch-polnische Austauschprogramm wurde von dem niederländischen Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt unterstützt.

Studienreise

2011 und 2012 nahmen zwei verschiedene Gruppen von LehrerInnen und PädagogInnen an einer Studienreise teil. Beide Gruppen begannen diese mit Besuchen in Museen und Institutionen in dem Gebiet Holocaust-Gedenken in den Niederlanden, wie zum Beispiel die früheren Lager Westerbork und Vught. Der zweite Teil der Studienreise fand in Polen im September 2012 statt. 30 niederländische und polnische LehrerInnen und PädagogInnen besuchten die früheren Todeslager Sobibór, Majdanek und Auschwitz sowie auch das Museum des Warschauer Aufstandes, die Synagoge in Włodawa und das Jüdische Zentrum in Auschwitz. Sie besuchten auch polnische Schulen und trafen sich mit SchülerInnen der zweiten Sekundarstufe und ExpertInnen, welche sich mit Holocaust-Erziehung beschäftigen. Ein sehr spezieller Teil des Programmes war ein Treffen der Gruppe mit Mr. Edward Paczkowski, ein Roma der Auschwitz überlebt hat. In Arbeitsgruppen wurden unterschiedliche Wege und Methoden der Holocaust-Erziehung in beiden Ländern diskutiert. Weil die TeilnehmerInnen sich schon von dem vorherigen Treffen in den Niederlanden kannten, kam es zu einem tiefen Austausch von Erfahrungen und Ideen.

TeilnehmerInnen vor der Pädagogischen Universität in Krakau im September 2012.

Ausstellung über ethnische und nationale Minderheiten

Im Oktober 2012 wurde die Wanderausstellung “Jestem stąd. Polska wielu narodów” (Ich bin von hier. Polen der vielen Nationen) ins Leben gerufen. Die Ausstellung behandelt Themen wie kulturelle Vielfältigkeit und hat ihren Fokus auf fünfzehn Gruppen. Diese sind offiziell von Polen anerkannte ethnische oder nationale Minderheiten, unter ihnen Jüdinnen und Juden, Roma, Kaschuben und Schlesier. Die Ausstellung verfügt über historische Informationen als auch Portraits von Menschen dieser Gruppen. Sie reflektieren ihre vielfältige Identität, ihre Beziehung zu Polen und ihr Leben in der eher homogenen polnischen Gesellschaft. In der Ausstellungen werden auch aktuelle Themen wie Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus behandelt.

Die Ausstellung wurde von dem Polnisch-Deutschen Zentrum in Krakau initiiert. Das Anne Frank Haus hatte eine beratende Funktion und half bei dem Sammeln von finanziellen Mitteln. Die erste Eröffnung fand an der Pädagogischen Universität in Krakau statt. Der Hauptredner bei der offiziellen Eröffnung war Professor Władysław Bartoszewski, ein ehemaliger Häftling von Auschwitz und ehemaliger polnischer Außenminister. Es gab auch eine Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der Minderheiten, welche in der Ausstellung behandelt werden.

Nach der Präsentation in Krakau, ging die Ausstellung auf Reise in Polen. Zu der Ausstellung gibt es spezielle begleitende Unterrichtsmaterialien (welche auch online verfügbar sind), die SchülerInnen und Lehrkräfte mit den Inhalten vertraut machen. Außerdem gibt es auch noch ein Peer Guiding Programm. Mehr Informationen zu der Ausstellung können auf der Website des Projektes gefunden werden.

Eine Schülerin begleitet eine Gruppe von polnischen und niederländischen LehrerInnen durch die Ausstellung in der Stanisław Konarski Schule, Oświęcim, September 2012.
Die RepräsentantInnen der 15 polnischen nationalen und ethnischen Minderheiten auf den Ausstellungspanelen.

Die Suche – ein Geschichts – Comic über den Holocaust

Der Geschichts – Comic ‚Die Suche’ wurde ins Polnische mit Hilfe des Museum Auschwitz-Birkenau übersetzt. Das Buch wurde bereits von SchülerInnen und LehrerInnen in einigen Schulen erprobt. Im Dezember 2012 fand das Seminar „Chancen und Herausforderungen bei dem Gebrauch von graphischen Erzählungen beim Lehren über den Holocaust“ für polnische Lehrkräfte in Auschwitz statt. Neben den adaptierten Unterrichtsmaterialien wie ‚Die Suche‘, hatte das Seminar auch den Fokus auf der breiteren Frage, wie graphische Erzählungen im Geschichtsunterricht verwendet werden können. Joost Pollman aus den Niederlanden und Christine Gundermann aus Deutschland sprachen über die große Vielfalt  von graphischen Erzählungen über Völkermorde und über die pädagogischen Vorteile der Verwendung dieser. 

Polnische Ausgabe der “Der Suche”.

Anne Frank Ausstellung

Die polnische Tour der internationalen Anne Frank Ausstellung begann 1993. Seitdem wurde die Ausstellung an über 50 Orten gezeigt. Seit 2012 wird das Projekt von der Foundation Dom Pokoju/Haus des Friedens in Wrocław koordiniert. So wie in anderen Ländern führen Jugendliche aus der jeweiligen Region als AusstellungsbegleiterInnen durch die Ausstellung. Die AusstellungsbegleiterInnen werden für ihre Aufgaben in einem intensiven Training vorbereitet, in dem sie über den Inhalt der Ausstellung lernen sowie auch Möglichkeiten, wie sie Texte und Bilder während einer Führung verwenden können. Mehr Informationen über den Weg der Anne Frank Ausstellung in Polen gibt es auf der Website der Foundation Dom Pokoju.

Die Wanderausstellung an dem Kolegium Nauczycielskie Języków Obcych, Wrocław 2012.

„Juden und Jüdinnen in Polen“ Ausstellung

1995 begann ein Team von LehrerInnen und HistorikerInnen, inspiriert durch den Erfolg der internationalen Anne Frank Ausstellung in Polen, zusammen mit dem Polnisch-Deutschen Zentrum in Krakau eine neue Wanderausstellung über die Geschichte der jüdischen Minderheit in Polen zu erstellen. Das Anne Frank Haus beriet inhaltlich bei der Entwicklung der Ausstellung, koordinierte den Druck und stellte den notwendigen Kontakt zu dem Geldgeber, dem niederländischen Außenministerium. Die Ausstellung mit dem Namen “Żydzi w Polsce. Swoi czy obcy?” (Juden in Polen: Landsleute oder Fremde?) wurde das erste Mal in Krakau 1996 gezeigt. Die Ausstellung zeigt wie Polinnen und Polen mit Jüdinnen und Juden friedvoll über Jahrhunderte zusammenlebten, jedoch hat sie auch einen Fokus auf Antisemitismus, speziell in der Zeit der ersten Hälft des 20. Jahrhunderts.

Die ‚Juden in Polen‘ Ausstellung wurde in über 40 Städten gezeigt. Es existiert auch eine deutsche Version, welche regelmäßig in Deutschland gezeigt wird. Eine Onlineversion der Ausstellung kann auch auf der Website des Polnisch-Deutschen Zentrums angesehen werden.

Paneele der Ausstellung über Jüdinnen und Juden in Polen, 1998.

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