Ableger von Anne Franks Baum wachsen nun in den USA

Ableger von Anne Franks Baum

Dieses Jahr werden elf Ableger der Kastanie, die Anne Frank in ihrem Tagebuch beschrieb, an besonderen Orten in den USA eingepflanzt. Die Bäumchen gehören zum Setzlingsprojekt des  Anne Frank Hauses in Amsterdam. 2009 schickte das Museum die Setzlinge mit Hilfe der Gärtnerei Bontehoek Kwekerijen an die Partnerorganisation Anne Frank Center in New York. Nach drei Jahren Quarantäne kommen die elf kleinen Bäume nun an ihren Bestimmungsort. Die erste Kastanie wird am 14. April beim Kindermuseum in Indianapolis eingepflanzt.

In den zwei Jahren, in denen sich Anne Frank im Hinterhaus-Versteck aufhielt (6. Juli 1942 – 4. August 1944), wurden ihr Freiheitsdrang und ihre Sehnsucht nach der Natur immer stärker. Aus dem nicht abgedunkelten Dachfenster konnte Anne den Himmel, die Vögel und den Kastanienbaum sehen. Im Tagebuch schreibt sie drei Mal etwas über den Baum, zuletzt am 13. Mai 1944: „Unser Kastanienbaum steht von oben bis unten in voller Blüte und ist viel schöner als im vergangenen Jahr.“

Die Kastanie stand im Hintergarten des Hauses Keizersgracht 188; sie war alt und schon sehr krank, als sie am 23. August 2010 durch eine starke Windbö umstürzte. Schon im Jahr 2005 hatte das Anne Frank Haus mit Erlaubnis des Besitzers Kastanien aufsammeln und  daraus neue Bäumchen ziehen lassen, um diese unter anderem Anne-Frank-Schulen zu schenken. Viele Anne-Frank-Schulen haben seither so ein Bäumchen erhalten und eingepflanzt, neben anderen Institutionen und Orten  weltweit. 2009 erhielt der  Amsterdamer Stadtwald (Amsterdamse Bos) 150 Ableger des Baums.

Die letzten Bäumchen des Setzlingsprojekts werden nun vom Anne Frank Center als Symbol für Toleranz an Museen, Schulen, Parks und Mahnmale in den USA weitergegeben.

Anne Franks Baum

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