Neue Ausstellung: Fritz Pfeffer, Annes Zimmernachbar

Fritz Pfeffer, Annes Zimmernachbar

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Heute beginnt im Anne Frank Haus eine Ausstellung, die dem relativ unbekannten Mitbewohner Fritz Pfeffer gewidmet ist, besser bekannt unter dem Namen „Albert Dussel“ in Anne Franks Tagebuch. Pfeffers’ Enkelsöhne Kip und Michael Pepper sind eigens zur Ausstellungseröffnung aus den USA angereist. Ein emotionaler Besuch. „Unser Vater, Werner Pepper, hat nicht oft von seiner Kindheit und dem Verlust seiner Eltern gesprochen. Wir lernen unseren Großvater durch diesen Besuch besser kennen.“ Heute ist auch Fritz Pfeffers Geburtstag.

Opening exhibition 'Fritz Pfeffer, Anne’s roommate' on 30 April 2015

Fritz Pfeffer ist der achte Untergetauchte im Hinterhaus, zusammen mit den Familien Frank und van Pels. Er teilt sich ein Zimmer mit Anne. „Wie wir alle annahmen, ist Dussel ein sehr netter Mann. Er war natürlich einverstanden, das Zimmer mit mir zu teilen. Ich bin, ehrlich gesagt, nicht so erfreut darüber, dass ein Fremder meine Sachen benutzt, aber für die gute Sache muss man was übrighaben“, schreibt Anne Frank am 19. November 1942 in ihr Tagebuch. Es kommt schon bald zu Konflikten zwischen der 13-jährigen Anne und dem 53-jährigen Fritz. Anne schreibt viel über ihren Mitbewohner, doch nur selten etwas Nettes. Wer Fritz Pfeffer wirklich ist, darüber gibt ihr Tagebuch keine Auskunft. 

In die Niederlande

Fritz Pfeffer (geboren am 30. April 1889 in Gießen) hat in den dreißiger Jahren eine gut gehende Zahnarztpraxis in Berlin. Er ist geschieden und hat einen Sohn, Werner. Er ist jüdischen Glaubens. Nach Hitlers Machtübernahme wird das Leben für Juden in Deutschland immer schwieriger und gefährlicher. Ende 1938 schickt Fritz Pfeffer deshalb seinen elfjährigen Sohn Werner mit einem Kindertransport nach England, wo einer seiner Brüder Werner aufnimmt und für ihn sorgt. Er selbst flüchtet mit seiner nichtjüdischen Verlobten Charlotte Kaletta nach Amsterdam. Nachdem die Deutschen die Niederlande besetzt haben, ist er auch dort nicht sicher. Er muss untertauchen und seine Verlobte zurücklassen. 

Nach der Verhaftung

Am 4. August 1944 werden die acht Untergetauchten im Hinterhaus verhaftet. Zusammen mit den Familien Frank und van Pels wird Fritz Pfeffer, nach einem kurzen Aufenthalt im Durchgangslager Westerbork, am 3. September 1944 nach Auschwitz deportiert. Von dort aus wird er im Oktober in das Konzentrationslager Neuengamme gebracht. Fritz Pfeffer stirbt am 20. Dezember 1944 durch Krankheit, Entbehrungen und Entkräftung.

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