Ein Haus des Dialogs mit einer Mahnung aus der Vergangenheit.

Otto Frank und sein pädagogisches Anliegen

Juli 1968, zomerconferentie
Juli 1968, Sommerkonferenz im Anne Frank Haus. Otto Frank sitzt links unter den Jugendlichen.
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Otto Franks Ideal ist es, dass das Haus, das den Namen seiner Tochter trägt, ein Haus für junge Menschen wird, gerichtet auf die Zukunft. Stets wird aufs Neue darüber nachgedacht, wie Anne Franks Geschichte am besten in ihrer Bedeutung für die Gegenwart gewürdigt und vermittelt werden kann.

Otto Frank und sein Anliegen

Otto ist bis zu seinem Tod mit den Aktivitäten des Anne Frank Hauses eng verbunden.

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Otto Frank und das Tagebuch

Otto veröffentlicht das Tagebuch seiner Tochter. Nach seinem Tod hinterlässt er Annes Original-Tagebücher dem niederländischen Staat.

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Otto Frank met met het bestuur van de Anne Frank Stichting voor Prinsengracht 263 (1957)

Otto Frank und das Haus

Das Anne Frank Haus wird am 3. Mai 1960 als Museum eröffnet. Das Gebäude konnte dank einer Spendenaktion vor dem Abriss bewahrt werden.

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Otto Franks Ideal ist die Erhaltung und Öffnung des Hauses. Es soll ein Haus des Dialogs sein – ein Haus für junge Menschen, mit einer Mahnung aus der Vergangenheit, aber auf die Zukunft gerichtet. Dieses Ideal wird genährt durch die vielen Briefe, die er empfängt. 1976 schreibt Otto Frank einen Brief an den damaligen Direktor des Anne Frank Hauses, in dem er betont, dass er die Besucher des Anne Frank Hauses nicht nur dazu bewegen möchte, über das Leid des Holocausts nachzudenken, sondern dass er sie auch dazu anregen möchte, in ihrem eigenen Umfeld aktiv gegen Vorurteile und Diskriminierung anzugehen. 

Jugendkonferenzen, Vorträge und Kurse

Ab 1963 kommen jeden Sommer junge Menschen aus der ganzen Welt ins Anne Frank Haus, um an internationalen Sommerkonferenzen, Begegnungen und Gesprächen teilzunehmen. Neben Jugendkonferenzen gibt es auch Vorträge und Kurse, in denen ein Dialog zwischen Judentum und Christentum Gestalt bekommt. Evangelische und katholische Pfarrer, Rabbiner, aber auch Laien nehmen an diesen Veranstaltungen teil.

Was geschehen ist, können wir nicht mehr ändern. Das einzige, was wir tun können, ist, aus der Vergangenheit zu lernen und zu erkennen, was Diskriminierung und Verfolgung unschuldiger Menschen bedeutet.

Otto Frank, 1970

Otto über das Anne Frank Haus:

Über die Arbeit und die Ziele des Anne Frank Hauses sagt Otto 1979 in einem Interview mit dem Basler Magazin: „Zum einen unterhält sie das Haus an der Prinsengracht, in dem wir damals zusammen mit anderen Juden Unterschlupf gefunden haben und in dem Anne ihr Tagebuch geschrieben hat. Die Arbeit der Stiftung beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Unterhalt des Hauses. Sie will überdies die Aufmerksamkeit auf die Geschehnisse während der finsteren Jahre des Zweiten Weltkrieges und die Judenverfolgungen richten, aber auch Diskriminierung, Vorurteile und Unterdrückung in der Welt von heute bekämpfen. Das Kuratorium und den Vorstand der Stiftung bilden Juden, Christen und Humanisten verschiedener politischer Überzeugung. Der Leitfaden für ihre Arbeit ist ihre Beziehung zum Tagebuch der Anne Frank sowie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. “

Bis ins hohe Alter engagiert

Otto Frank ist zwar 1952 nach Basel in der Schweiz gezogen, aber er engagiert sich bis ins hohe Alter aktiv für das Anne Frank Haus. Kurz vor seinem Tod sagt er: „Ich bin jetzt fast neunzig und meine Kräfte lassen langsam nach. Aber der Auftrag, den ich von Anne habe, gibt mir immer wieder neue Kraft – für Versöhnung zu kämpfen und für Menschenrechte in der ganzen Welt.“

Siehe auch

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