© bpk images / Politie krijgt hulp bij het doven van een stapel brandende boeken
Boris Kowadlo – Auch harmlose Bücher werden verbrannt
„Das faschistische System würde eingeführt werden. Auch die holländischen Faschisten würden jetzt freie Hand bekommen, und für die Kommunisten und die linken Arbeitermassen würde es sehr hart werden.
Die Sozialdemokraten und andere Arbeiter und Privatpersonen durchforsteten ihre Wohnungen nach marxistischen Büchern, verbrannten sie oder warfen sie in die Grachten. Damals waren die Grachten voll mit Büchern, und viele Zeitschriften und Broschüren der Partei wurden verbrannt.
Inzwischen waren die Leute so ängstlich geworden, dass sie auch harmlose Bücher verbrannten. Wenn man durch die Stadt fuhr, wirkte sie wie eine Ruine. In allen Vierteln wüteten solche Brände.“
Quelle: Bernadette van Woerkom: Boris Kowadlo. Fotograaf tussen herinnering en toekomst. Aus dem Jiddischen von Ariane Zwiers.
Boris Kowadlo
Der polnische Jude Boris Kowadlo kommt in den dreißiger Jahren in die Niederlande. Wegen der Wirtschaftskrise findet er als Fotograf kaum Arbeit. In der Besatzungszeit taucht er unter, und in den letzten Monaten vor der Befreiung ist er für die Untergrundorganisation „De Ondergedoken Camera“ (Die Untergetauchte Kamera) aktiv. Nach dem Krieg setzt Kowadlo mit einer beeindruckenden Fotoserie die Verwüstungen im jüdischen Viertel ins Bild.
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