© Bundesarchiv Bild 183-L23001/ Anne Frank Stichting
Besetzte Stadt
Die Frau auf diesem Foto teilt mit einer Freundin Zigarren an die vorbeifahrenden Soldaten auf dem Rokin aus. Es sind deutsche Truppen bei einer Siegesparade durch die Niederlande.

Am 10. Mai 1940 greift Deutschland die Niederlande an. Fünf Tage wird heftig gekämpft, aber die niederländische Armee ist zu schwach. Nach der schweren Bombardierung Rotterdams werden die Kampfhandlungen am Abend des 14. Mai eingestellt. Am 15. Mai wird die Kapitulation unterzeichnet.
Bessere Zeiten?
An mehreren Orten der Strecke werden die deutschen Soldaten von begeisterten Menschen begrüßt. Es sind Anhänger des deutschen Nationalsozialismus. Nach ihrem Siegeszug durch Den Haag, Haarlem, Amsterdam und Utrecht fahren die deutschen Truppen an die Front in Belgien und Frankreich. Dort wird noch heftig gekämpft.
Freiheit beschränkt
Viele Menschen sind nicht froh über den deutschen Sieg. Anne Frank schreibt darüber ins Tagebuch:
„Ab Mai 1940 ging es bergab mit den guten Zeiten: erst der Krieg, dann die Kapitulation, der Einmarsch der Deutschen, und das Elend für uns Juden begann. Judengesetz folgte auf Judengesetz, und unsere Freiheit wurde sehr beschränkt.“
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Dam
Platz im Zentrum Amsterdams und historisches Herz der Stadt. Am 7. Mai 1945, kurz nach der Befreiung, findet hier ein Blutbad statt, als deutsche Soldaten das Feuer auf eine feiernde Menschenmenge eröffnen.
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