Hélène met haar twee broers: Julius en Daniël (privécollectie Hélène Egger)
Hélène Egger – „Viele Orte durften wir schon nicht mehr besuchen”
„Nach den Sommerferien 1941 musste ich plötzlich in eine andere Schule. Das war vorgeschrieben. Jüdische Kinder mussten auf jüdische Schulen mit jüdischen Lehrern gehen. Das war eine der vielen Maßnahmen der Deutschen. Viele Orte durften wir schon nicht mehr besuchen. Es tauchten immer mehr Schilder auf, auf denen stand FÜR JUDEN VERBOTEN. Parks, der Zoo, Restaurants, die Kinos … Uns blieb kaum noch ein Vergnügen.”
Quelle: Fragment aus Ik ben er nog. Het verhaal van mijn moeder Hélène Egger. Abdruck mit Genehmigung von Debby Petter (Autor) und Thomas Rap Verlag. Übersetzung von Gregor Seferens.

Eingang zum Vondelpark, von der Van Eeghenstraat aus gesehen. In der Besatzungszeit durften Juden sich nicht im Vondelpark aufhalten (©Stadsarchief Amsterdam).
Hélène Egger
Hélène Egger ist zehn, als die Niederlande 1940 von Deutschland besetzt werden. Da sich ihre Mutter einer schweren Operation unterziehen muss, lebt sie bei ihren Großeltern. Sie wird festgenommen, aber es gelingt ihrem Großvater dank seiner Beziehungen zum „Judenrat“, sie aus der Hollandsche Schouwburg zu befreien. Sie taucht unter und findet schließlich bei einer Bauernfamilie in Brabant einen Unterschlupf.
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