© Anne Frank Stichting / Anne Frank Fonds Bazel
Sportverbot für Margot
Margot ist Anne Franks ältere Schwester. Sie ist das Mädchen mit der Sonnenbrille, die zweite von links in der hinteren Reihe.
Im Frühjahr 1941 ist Margot Mitglied eines Tennis-Clubs: Tennisvereniging Temminck am Zuidelijke Wandelweg. Auch ein paar Klassenkameradinnen aus dem Mädchengymnasium sind in diesem Club.
Medaille
Margot ist sehr sportlich. Sie spielt nicht nur Tennis, sondern läuft auch Schlittschuh, schwimmt und rudert. Ihre Schule kooperiert mit einem Ruderclub für Jugendliche, der in der Nähe ihrer Wohnung, bei der Berlage-Brücke, ein Rudererheim an der Amstel hat. Zusammen mit drei Freundinnen nimmt sie am 8. September 1940 an den Ruderwettkämpfen der ZZV in Zaandam teil. Sie gewinnen eine Medaille in der Disziplin „Stilrudern“ in der Kategorie Mädchen 14-16 Jahre.
Sportverbot für Juden
Kurz vor den Wettkämpfen 1941 darf Margot als Jüdin nicht mehr im Club rudern. Ihre Freundinnen weigern sich deshalb, an den Wettkämpfen teilzunehmen. Juden in den Niederlanden sind von immer mehr Verboten betroffen. Nachdem die Nazis sie anfangs in Ruhe ließen, erfolgen ab Oktober 1940 die ersten Schikanen. Ab 15. September 1941 dürfen Juden in der Öffentlichkeit keinen Sport mehr treiben, und ab 1. November dürfen sie auch nicht mehr Mitglied in einem Sportverein sein.
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Für Juden verboten
Die Besatzungsmacht führt viele Maßnahmen ein, um Juden und Nichtjuden voneinander zu trennen. Juden werden dadurch immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben herausgedrängt und können schließlich ohne große Widerstände völlig entrechtet und deportiert werden.
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