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Seyß-Inquart hält eine Rede im Concertgebouw
Seyß-Inquart, Reichskommissar in den von Deutschland besetzten Niederlanden, hält eine Rede im Amsterdamer Concertgebouw. Die Rede wird auch in einer Broschüre veröffentlicht. Hier der Text aus der Ansprache:
„Dann möchte ich jetzt einmal ein offenes Wort zur Judenfrage sprechen. Die Juden werden von uns nicht als ein Bestandteil des niederländischen Volkes angesehen. Die Juden sind für uns nicht Niederländer. Sie sind jene Feinde, mit denen wir weder zu einem Waffenstillstand noch zu einem Frieden kommen können. Erwarten Sie von mir keine Verordnung, die dies festsetzt, außer polizeilichen Regelungen. Aber wir werden die Juden schlagen, wo wir sie treffen, und wer mit ihnen geht, der wird eben dann mitgetroffen.“
Die Verfolgung der Juden
Kurz nach der Machtübertragung an Hitler beginnt in Deutschland die Judenverfolgung. Die Nazis planen, alle Juden aus Deutschland zu entfernen. Sie isolieren Juden von der übrigen Bevölkerung. Misshandlungen und die Zerstörung jüdischen Eigentums gehören irgendwann zur Tagesordnung. In den besetzten Ländern setzen die Nazis diese Praxis fort. Einige Juden werden als Zwangsarbeiter eingesetzt, die meisten aber werden auf systematische Weise ermordet. Der größte Teil der Juden in den Niederlanden wird in Konzentrationslager verschleppt und in Gaskammern ermordet. Die Ermordung der Juden Europas – insgesamt sechs Millionen – wird auch als Holocaust oder Schoah bezeichnet.
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