Anne Frank – Geiseln erschossen
Am 20. Oktober notiert Anne: „Es sind nun wieder 15 Geiseln erschossen worden, ist das nicht schrecklich? Die Menschen haben nichts getan, aber bürgen für alles, was Sabotage ist. (…) Wenn nun der eine oder andere Mann etwas tut, z.B. einen Deutschen erschießen oder etwas in die Luft sprengen, und er wird nicht gefunden, dann werden ungefähr 5 von diesen bedeutenden Männern, die absolut nichts damit zu tun haben, erschossen.“
Einige Tage zuvor, am 16. Oktober, wurde in niederländischen Tageszeitungen bekannt gegeben, dass die Deutschen fünfzehn Geiseln als Vergeltung für „Sabotageakte“ in Twente erschossen haben.
Anne Frank
Anne Frank kommt 1934 aus Deutschland in die Niederlande. Zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester Margot wohnt sie am Merwedeplein in Amsterdam. Im sogenannten Fluss-Viertel finden immer mehr jüdische Flüchtlinge aus Deutschland eine neue Heimat. Anne fühlt sich dort zu Hause und lernt die neue Sprache schnell.
Diese glückliche Zeit ist vorbei, als Deutschland im Mai 1940 die Niederlande besetzt. Die Familie Frank taucht 1942 unter und versteckt sich im Hinterhaus. Mehr als zwei Jahre lang gelingt es ihr, sich der Verfolgung zu entziehen.
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