Juden werden zum Arbeitseinsatz in Deutschland aufgerufen
Die „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“ beginnt, Juden persönliche Aufforderungen für den Arbeitseinsatz in Deutschland zuzustellen. Mit Begriffen wie „Arbeitseinsatz“, „Arbeitsbeschaffung“ und „Emigration“ verschleiern die Nazis, dass es um schwere Zwangsarbeit und Transporte in Konzentrations- und Vernichtungslager geht.
Die ersten Aufforderungen gelten meist jungen Menschen, die aus Deutschland stammen.
Die Zentralstelle hat ihren Sitz in einer Schule am Adama van Scheltemaplein gegenüber dem Hauptquartier des Sicherheitsdienstes.
Die Deportationen
Als Anfang 1942 die Gaskammern in Auschwitz fertiggestellt sind, werden Juden aus ganz Europa in dieses Konzentrations- und Vernichtungslager geschickt. Die Nazis organisieren die Transporte nach Osteuropa unter den Tarnbegriffen „Umsiedlung“ und „Arbeitseinsatz“. Im Juli beginnen sie mit der Sammlung der Juden in Amsterdam. Mit der Eisenbahn werden sie zunächst in das Lager Westerbork in Drenthe gebracht und von dort aus, meist in überfüllten Güter- oder Viehwaggons, in die Konzentrationslager transportiert. Mehr als 100.000 Juden aus den Niederlanden werden auf diese Weise ermordet.
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