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1942 Es wird immer gefährlicher für Juden
Noorder Amstellaan
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© Privécollectie familie Escher

Nol Escher – „Wo sind die Leute denn hin?“

Als die Niederlande besetzt werden, ist Nol Escher acht Jahre alt. Im Dezember 1942 bezieht seine Familie eine Wohnung in Amsterdam, in der vorher Juden wohnten.

„Es ist eine Wohnung an der Noorder Amstellaan, die gerade frei wurde. Vorige Woche war sie noch bewohnt. ‚Und die Leute’, frage ich meine Eltern, als ich die Wohnung zum ersten Mal betrete, ‚wo sind die Leute denn hin?’ ‚Die sind weg, die mussten weg’, sagt meine Mutter und blickt dabei aus dem Fenster. ‚Es sind Juden.’ ‚Ach, Juden’, sage ich. Ich begreife es nicht so ganz.

In der neuen Wohnung ist alles klein. Über jeder Tür hängen kleine kupferne Hülsen mit  Papierröllchen darin. Als alle weg sind, klettern mein Bruder und ich auf einen Stuhl und angeln das Papier heraus. Die Texte sind in unverständlichen Buchstaben gedruckt. Noch von den vorigen Bewohnern. Mein Bruder kapiert überhaupt nichts, und ich stecke sie wieder in die Hülsen.“

 

Quelle: Fragment aus Nol Escher: Trompetten in de verte: een novelle, herausgegeben von Emilie Escher, Tochter des Autors Nol Escher.

 

Community Denkmal für die Jüdische Gemeinschaft

Die Noorder Amstellaan heißt heute Churchillaan. Mehr über die Wohnung an der früheren Noorder Amstellaan und andere Wohnungen, in denen Juden wohnten, ist bei der Community des Denkmals für die Jüdische Gemeinschaft in den Niederlanden zu finden.

Zur Community Denkmal für die Jüdische Gemeinschaft in den Niederlanden

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Nol Escher

Nol Escher ist acht, als die Niederlande besetzt werden. Die Menschen, die an der Küste leben, müssen ihre Wohnorte verlassen. Die Familie Escher zieht von Bentveld, einem Dorf in den Dünen bei Zandvoort, nach Amsterdam. Weihnachten 1942 beziehen sie eine Wohnung an der Noorder Amstellaan 190, in der zuvor Juden gewohnt haben. Im Juni 1945 kehrt die Familie Escher nach Bentveld zurück.

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    Teil der Inschrift des Denkmals „Jüdische Dankbarkeit“
  • picture:Einmal im Jahr zwei Schweigeminuten

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