© J. Sanders-van Maarsen/Anne Frank Stichting
Filmvorführung bei Anne
In der Zeit der Besatzung wohnt in der Hunzestraat 4 Jacqueline van Maarsen, eine Schulfreundin von Anne Frank. In diesem Film erzählt sie von einer Filmvorführung, die sie mit Anne veranstaltet hat.
Seit Januar 1941 dürfen Juden nicht mehr ins Kino gehen. Nicht die Deutschen haben das Verbot erlassen, sondern der niederländische Kinoverband. Anne und Jacqueline veranstalten deshalb zu Hause Filmvorführungen und schicken ihren Klassenkameraden schriftliche Einladungen. Auch Eintrittskarten machen sie selber.
Separate Schulen
Jacqueline und Anne haben sich im Jüdischen Gymnasium kennengelernt. Nach den Sommerferien 1941 müssen jüdische Kinder in separate Schulen gehen, denn die Nazis wollen alle Juden so weit wie möglich von Nichtjuden trennen. Vom ersten Tag an sind die beiden Mädchen unzertrennlich. Sie machen zusammen Hausaufgaben und lesen einander aus ihren Lieblingsbüchern über Joop ter Heul vor.
Jacquelines Familie
Jacquelines Vater ist Jude. Ihre Mutter stammt aus einer katholischen Familie und hat den jüdischen Glauben angenommen. Jacqueline und ihre kleine Schwester sind dadurch auch jüdisch. 1942 gelingt es Frau van Maarsen, die Eintragung bei der jüdischen Gemeinde rückgängig zu machen. Die Familie entgeht so der Deportation.
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Merwedeplein
Platz im sogenannten Fluss-Viertel Amsterdams. Seit 1933 finden viele jüdische Flüchtlinge aus Deutschland in diesem Viertel eine neue Bleibe. Die Familie Frank wohnt hier von 1933 bis Juli 1942 in dem Haus Nr. 37-2 (2. Etage).
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