© Bundesarchiv, Bild_183-1982-1021-509 / Porsche
Anne Frank – Bekommt Albträume von ihren Gedanken
Am 30. März 1943 berichten niederländische Tageszeitungen über eine Rede von Hanns Albin Rauter, SS- und Polizeiführer in den Niederlanden. Rauter verkündet ein Aufenthaltsverbot für Juden ab 1. April in den Provinzen Overijssel, Drenthe, Friesland und Groningen, danach folgen die übrigen Provinzen und schließlich Amsterdam. Außerdem sagt er: „Es ist keine Kleinigkeit, 130.000 Juden (…) aus einem gesunden germanischen Körper entfernt zu haben. Wir werden diese Maßnahmen unerbittlich durchführen (…).“
Die Untergetauchten lesen diese Nachricht in ihrem Versteck. Für Anne ist es deutlich, was diese Ansprache bedeutet:
„Wie eine Herde armes, krankes und verwahrlostes Vieh werden die armen Menschen zu ihren schmutzigen Schlachtplätzen geführt. Aber lass mich lieber schweigen, ich bekomme nur Albträume von meinen eigenen Gedanken.“
Anne Frank, 27. März 1943.
Einen Monat später werden die Niederlande für „judenrein“ erklärt, und Juden dürfen sich nur noch in Amsterdam aufhalten.
Anne Frank
Anne Frank kommt 1934 aus Deutschland in die Niederlande. Zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester Margot wohnt sie am Merwedeplein in Amsterdam. Im sogenannten Fluss-Viertel finden immer mehr jüdische Flüchtlinge aus Deutschland eine neue Heimat. Anne fühlt sich dort zu Hause und lernt die neue Sprache schnell.
Diese glückliche Zeit ist vorbei, als Deutschland im Mai 1940 die Niederlande besetzt. Die Familie Frank taucht 1942 unter und versteckt sich im Hinterhaus. Mehr als zwei Jahre lang gelingt es ihr, sich der Verfolgung zu entziehen.
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