Uit: Oorlogsgetuigen : 8 filmportretten door Pieter Fleury (1989)
Ted Musaph – „Das ganze Viertel abgeriegelt“
Ted Musaph und ihre Familie werden im April 1943 von den Deutschen zum Umzug in das Amsterdamer Transvaal-Viertel gezwungen. Sie bekommen eine Wohnung in der Pretoriusstraat Nr. 78 zugewiesen.
Ab 1942 müssen alle Juden aus der Provinz nach Amsterdam umziehen. Dort stehen viele Wohnungen von Juden leer, weil die Inhaber bei Razzien verhaftet wurden. Auf diese Weise deportieren die Deutschen den größten Teil aller Juden in den Niederlanden über die Zwischenstation Hollandsche Schouwburg in Amsterdam.
Quelle: Fragment aus Oorlogsgetuigen: 8 filmportretten von Pieter Fleury.
Zur Hintergrundgeschichte
Ted Musaph
Ted Musaph ist fünfzehn, als ihre Familie am 19. April 1943 auf Anordnung der Deutschen von Utrecht nach Amsterdam umziehen muss. Im Juni 1943 wird ihre Familie bei einer Razzia verhaftet. Ted hatte sich in der Wohnung unter den Fußbodendielen versteckt. Sie taucht danach unter, wird jedoch verraten und in die Hollandsche Schouwburg gebracht. Der Widerstand hilft ihr zu fliehen, aber sie ist allein und hat weder Geld noch Papiere. Deshalb steigt sie in den Zug und fährt in das Lager Westerbork, wo ihre Familie ist. 1944 wird die ganze Familie nach Bergen-Belsen deportiert. Teds Vater stirbt dort. Ted und ihre Mutter, ihr Bruder und ihre Schwester überleben.
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