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Boris Kowadlo – Das Radio kündigt den D-Day an
„Ich sitze in meinem Versteck und höre die Nachrichten im Radio. Gleich als Erstes wird bekanntgegeben, wie General Eisenhouwer begonnen hat, seine Truppen aufs europäische Festland zu bringen, im Norden von Frankreich. Ich weiß, dass es ein schwieriger Weg sein wird bis nach Berlin. Aber ich habe die Hoffnung nicht verloren. Wir hoffen alle, dass wir schnell von der ganzen Tyrannei befreit werden. Aber es gibt auch traurige Nachrichten, wie die, dass in Polen Zehntausende Juden mit Gas ermordet worden sind.“
Quelle: Bernadette van Woerkom: Boris Kowadlo. Fotograaf tussen herinnering en toekomst. Aus dem Jiddischen von Ariane Zwiers.
Boris Kowadlo
Der polnische Jude Boris Kowadlo kommt in den dreißiger Jahren in die Niederlande. Wegen der Wirtschaftskrise findet er als Fotograf kaum Arbeit. In der Besatzungszeit taucht er unter, und in den letzten Monaten vor der Befreiung ist er für die Untergrundorganisation „De Ondergedoken Camera“ (Die Untergetauchte Kamera) aktiv. Nach dem Krieg setzt Kowadlo mit einer beeindruckenden Fotoserie die Verwüstungen im jüdischen Viertel ins Bild.
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