Gerhard Badrian nach Verrat erschossen
Als Gerhard Badrian in einem Versteck an der Rubensstraat 26, schräg gegenüber vom SD-Hauptquartier, von SD-Männern umzingelt wird, flieht er aus der Wohnung und erschießt einen der SD-Männer. Dann wird er selbst erschossen.
Badrian ist ein deutscher Jude, der seit 1939 in den Niederlanden lebt und als Werbefotograf arbeitet. Er ist ab 1942 in der Persoonsbewijzencentrale (PBC) (Ausweiszentrale) aktiv. Er fälscht Dokumente, verübt Überfälle und befreit inhaftierte Widerstandskämpfer, oft in SD-Uniform und mit gefälschten deutschen Dokumenten.
Nach der Verhaftung von Gerrit van der Veen im Mai 1944 übernimmt er die Leitung der PBC und sucht nach neuen Verstecken für sich und seine Fälscherwerkstatt. Dabei lockt ihn eine Verräterin in eine Falle, mit verhängnisvollen Folgen.
Euterpestraat
Gelegen in Oud-Zuid (Alt-Süd), einem Viertel, in dem sich in den 30er Jahren viele deutsch-jüdische Flüchtlinge niederlassen. In der Besatzungszeit befindet sich in dieser Straße das Hauptquartier der niederländischen Abteilung des Sicherheitsdienstes. Im Mai 1945 bekommt die Euterpestraat einen neuen Namen; sie wird nach dem Widerstandskämpfer Gerrit van der Veen benannt.
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