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Gefangene
Das Haus, in dem sich heute eine Schule (das Gerrit van der Veen College) befindet, hat eine turbulente Geschichte. Vor dem Krieg war es eine Mädchenschule. In der Besatzungszeit beschlagnahmen die Nazis das Haus und benutzen es als Hauptquartier des Sicherheitsdienstes.
Anne Frank, die anderen Bewohner des Hinterhauses und zwei der Helfer werden hierher gebracht, nachdem sie am 4. August 1944 verhaftet wurden. Sie werden hier von der SS verhört.
Nach Westerbork
Am nächsten Tag werden Anne und die anderen aus dem Hinterhaus in das Gefängnis an der Weteringschans gebracht. Jo Kleiman und Victor Kugler, die beiden Helfer, kommen in ein anderes Gefängnis. Am 8. August müssen die Untergetauchten mit der Eisenbahn in das Durchgangslager Westerbork fahren. Dort bleiben sie fast einen Monat und werden dann mit dem Zug nach Auschwitz deportiert.
Nur Otto überlebt
In Auschwitz sterben Hermann van Pels und Edith Frank. Fritz Pfeffer wird in das Konzentrationslager Neuengamme verlegt und stirbt dort. Auguste van Pels wird zuerst nach Bergen-Belsen und dann nach Theresienstadt gebracht und stirbt bei einem Transport. Margot und Anne werden auch nach Bergen-Belsen gebracht und sterben dort im März 1945. Peter van Pels wird im Januar 1945 von Auschwitz in das Lager Mauthausen geschickt, wo er im Mai stirbt. Otto Frank bleibt in Auschwitz und wird dort am 27. Januar 1945 befreit. Er überlebt als einziger der acht Menschen aus dem Hinterhaus.
Ein neuer Straßenname
Das Hauptquartier des Sicherheitsdienstes befindet sich in der Euterpestraat. Dadurch hat dieser Straßenname einen schlimmen Beiklang bekommen. Schon bald nach der Befreiung wird die Straße deshalb umbenannt in Gerrit van der Veenstraat, nach dem niederländischen Widerstandskämpfer und Bildhauer Gerrit van der Veen.
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