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Widerstandskämpfer Gerrit van der Veen hingerichtet
Der Bildhauer Gerrit van der Veen ist einer der aktivsten Widerstandskämpfer. Zu Beginn der Besatzungszeit weigert er sich, die sogenannte „Ariererklärung“ abzugeben, und er protestiert gegen die von den Deutschen gegründete „Kulturkammer“. Er gründet die Widerstandszeitung „De Vrije Kunstenaar“ (Der Freie Künstler), und zusammen mit dem Drucker Frans Duwaer und dem homosexuellen Künstler Willem Arondeus zieht er die Persoonsbewijzencentrale (PBC) auf, eine „Ausweiszentrale“, die Dokumente fälscht, darunter ca. 70.000 Ausweise.
Van der Veen ist an vielen Sabotageaktionen und Überfällen beteiligt. Am 10. Februar 1943 legt er Feuer im Gewestelijk Arbeidsbureau (Arbeitsamt). Am 27. März 1943 verübt er zusammen mit u.a. Arondeus einen Brandanschlag auf das Bevölkerungsregister. Sie werden verraten, und van der Veen ist danach ständig auf der Flucht.
Mit drei anderen, darunter dem Deutschen Gerhard Badrian, überfällt Gerrit van der Veen am 29. April 1944 die Landesdruckerei in den Haag. Dabei erbeuten sie rund 10.000 Blankoausweise.
Van der Veens letzte Aktion ist ein Versuch, Häftlinge aus dem Gefängnis in Amsterdam zu befreien. Die Aktion misslingt. Van der Veen wird zweimal in den Rücken geschossen und ist gelähmt. Er kann zwar noch in sein Versteck gebracht werden, wird aber am 12. Mai 1944 verhaftet.
Auch Mitstreiter, die an dem Überfall beteiligt waren, werden festgenommen. Sie werden am 10. Juni 1944 zusammen mit van der Veen zum Tode verurteilt. Noch am selben Tag werden sie in den Dünen bei Overveen hingerichtet, zusammen mit Frans Duwaer, der zwei Tage vorher in seiner Druckerei verhaftet worden war.
Leidseplein
Platz im Zentrum Amsterdams, der mit seinen vielen Straßencafés, Theatern und Restaurants einer der beliebtesten Ausgehtreffs der Hauptstadt ist. Das Hotel Americain und die Stadsschouwburg sind die bekanntesten Orte. Außerdem ist hier eine Polizeiwache und im benachbarten Kleine Gartmanplantsoen ein Gefängnis, besser bekannt als „de Weteringschans“.
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