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1944 Entdeckt und verhaftet
Kleine-Gartmanplantsoen 14
Leidseplein
Kleine-Gartmanplantsoen 14
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Portret van Gerrit-Jan van der Veen, oprichter van de persoonsbewijzencentrale.© Beeldbank WO2 / NIOD

Widerstandskämpfer Gerrit van der Veen hingerichtet

Der Bildhauer Gerrit van der Veen ist einer der aktivsten Widerstandskämpfer. Zu Beginn der Besatzungszeit weigert er sich, die sogenannte „Ariererklärung“ abzugeben, und er protestiert gegen die von den Deutschen gegründete „Kulturkammer“. Er gründet die Widerstandszeitung „De Vrije Kunstenaar“ (Der Freie Künstler), und zusammen mit dem Drucker Frans Duwaer und dem homosexuellen Künstler Willem Arondeus zieht er die Persoonsbewijzencentrale (PBC) auf, eine „Ausweiszentrale“, die Dokumente fälscht, darunter ca. 70.000 Ausweise.

Van der Veen ist an vielen Sabotageaktionen und Überfällen beteiligt. Am 10. Februar 1943 legt er Feuer im Gewestelijk Arbeidsbureau (Arbeitsamt). Am 27. März 1943 verübt er zusammen mit u.a. Arondeus einen Brandanschlag auf das Bevölkerungsregister. Sie werden verraten, und van der Veen ist danach ständig auf der Flucht.

Mit drei anderen, darunter dem Deutschen Gerhard Badrian, überfällt Gerrit van der Veen am 29. April 1944 die Landesdruckerei in den Haag. Dabei erbeuten sie rund 10.000 Blankoausweise.

Van der Veens letzte Aktion ist ein Versuch, Häftlinge aus dem Gefängnis in Amsterdam zu befreien. Die Aktion misslingt. Van der Veen wird zweimal in den Rücken geschossen und ist gelähmt. Er kann zwar noch in sein Versteck gebracht werden, wird aber am 12. Mai 1944 verhaftet.

Auch Mitstreiter, die an dem Überfall beteiligt waren, werden festgenommen. Sie werden am 10. Juni 1944 zusammen mit van der Veen zum Tode verurteilt. Noch am selben Tag werden sie in den Dünen bei Overveen hingerichtet, zusammen mit Frans Duwaer, der zwei Tage vorher in seiner Druckerei verhaftet worden war.

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Leidseplein

Platz im Zentrum Amsterdams, der mit seinen vielen Straßencafés, Theatern und Restaurants einer der beliebtesten Ausgehtreffs der Hauptstadt ist. Das Hotel Americain und die Stadsschouwburg sind die bekanntesten Orte. Außerdem ist hier eine Polizeiwache und im benachbarten Kleine Gartmanplantsoen ein Gefängnis, besser bekannt als „de Weteringschans“.

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1933 Auf der Suche nach einem sicheren Leben

Die Franks möchten sich, wie viele andere Juden im nationalsozialistischen Deutschland, in Sicherheit bringen. Otto Frank reist schon vor und gründet in Amsterdam seine Handelsniederlassung für Opekta.

1938 Viele jüdische Flüchtlinge nach den Novemberpogromen

Nach den Novemberpogromen fliehen mehr Juden in die Niederlande. Auch Prinzessin Juliana fühlt sich mit der jüdischen Gemeinschaft verbunden. Während der Aufnahme von Juden mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, treten NSB-Leute zunehmend militanter in Erscheinung.

1940 Amsterdam besetzt

Für die Familie Frank ändert sich nach dem Einmarsch der Deutschen zunächst noch nicht so viel. Opekta zieht in die Prinsengracht um. Bombenangriffe fordern Tote und Verletzte in Amsterdam.

1940  Amsterdam besetzt

1941 Juden haben immer weniger Rechte

Es beginnt mit einem Kinoverbot, aber schon bald werden Juden praktisch überall aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Jüdische Kinder müssen gesonderte Schulen besuchen, also auch Anne und Margot Frank.

1941  Juden haben immer weniger Rechte

1942 Es wird immer gefährlicher für Juden

Zum dreizehnten Geburtstag bekommt Anne Frank ein Tagebuch geschenkt. Ein paar Tage später schreibt sie etwas über die Lage in Amsterdam. Der gelbe Stern wird eingeführt, und die ersten Razzien finden statt. Im Juli taucht die Familie Frank unter.

1942  Es wird immer gefährlicher für Juden

1943 Deportationen und Anschläge

Während die Familie Frank im Versteck lebt, werden mehrere tausend Juden aus Amsterdam deportiert. Der Widerstand versucht, die Deportationen durch Anschläge auf u.a. das Bevölkerungsregister zu vereiteln. Aber es nützt nicht viel.

1943  Deportationen und Anschläge

1944 Entdeckt und verhaftet

Am 4. August werden Anne und die anderen im Hinterhaus entdeckt und verhaftet. Über Westerbork werden sie nach Auschwitz deportiert. Als die Alliierten im Süden der Niederlande die Grenze passieren, entsteht kurzzeitig die Hoffnung auf eine rasche Befreiung. Deutsche Soldaten und NSB-Leute ergreifen nach dem „Dolle Dinsdag“ (Verrückten Dienstag) die Flucht.

1944  Entdeckt und verhaftet

1945 Der Hungerwinter fordert seinen Tribut

Amsterdam leidet unter dem Hungerwinter. Viele Menschen verhungern oder erfrieren. Edith, Margot und Anne Frank sterben im Konzentrationslager. Otto Frank überlebt als einziger. Die Kanadier erreichen Amsterdam.

1945 Freude und Kummer

Bei einem Fest auf dem Dam am 7. Mai schießen deutsche Soldaten in die Menge. Es gibt mehrere Todesopfer. Am 8. Mai wird Amsterdam endgültig befreit. Otto Frank kehrt zurück. Er weiß bereits, dass Edith tot ist. Dass seine beiden Töchter nicht überlebt haben, erfährt er erst später.

1945  Freude und Kummer

1946 Langsam nimmt das Leben wieder seinen Lauf

Am 3. Mai 1946 findet der erste offizielle Totengedenktag statt. Anne Franks Tagebuch wird am 25. Juni 1947 veröffentlicht. In Amsterdam nimmt das normale Leben langsam wieder seinen Lauf. Nur 10.000 der 70.000 Juden, die 1940 in der Stadt wohnten, haben den Krieg überlebt.

1950 Bleibende Erinnerung

Auch wenn seit der Befreiung schon fünf Jahre vergangen sind, hat der Krieg noch einen deutlichen Nachhall. Die jüdische Gemeinschaft dankt der Stadt Amsterdam mit einem Denkmal für die Hilfe, die sie den Juden geleistet hat.

1950  Bleibende Erinnerung
  • 1950
  • Den Beschützern der niederländischen Juden in den Besatzungsjahren. Beschützt durch Ihre Liebe. Gestärkt durch Ihren Widerstand. Trauernd mit Ihnen.

    Teil der Inschrift des Denkmals „Jüdische Dankbarkeit“
  • picture:Einmal im Jahr zwei Schweigeminuten

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Wie die deutsche Besatzung und die Judenverfolgung Amsterdam gezeichnet haben

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Anne Franks Amsterdam aus der Vogelperspektive

Die wichtigsten Orte und Geschichten aus Anne Franks Amsterdam. Klicke die Zeitleiste an und erfahre, wie sich Amsterdam ab 1933 von einem Zufluchtsort in eine besetzte Stadt verwandelt. Klicke zum Vergrößern auf das kleine Pluszeichen links. Die Orte auf der Karte lassen sich dann besser anklicken.