Huis van Bewaring, Weteringschans, 1943 © Stadsarchief Amsterdam / J.C. van Dijk
Zweiter Überfall auf das Gefängnis an der Weteringschans
Zusammen mit Johannes Post organisiert Hilbert van Dijk einen zweiten Überfall auf das Gefängnis an der Weteringschans. Nach dem gescheiterten Befreiungsversuch im Mai sind hier noch immer etliche Widerstandskämpfer inhaftiert, und der Widerstand will sie befreien.
Zwölf Männer dringen in das Gebäude ein, doch die Aktion misslingt. Es kommt zu einer Schießerei zwischen den Widerstandskämpfern und dem SD. Einige Widerstandskämpfer können fliehen. Fünf von ihnen werden verhaftet.
Johannes Post wird etwas später nach einer Verfolgungsjagd vom SD festgenommen, während Hilbert van Dijk zunächst entkommt. Zwei Kugeln der Verfolger haben ihn getroffen, und er blutet stark. Er versteckt sich in einem Garten in einem Taubenschlag, doch die Hausbesitzer entdecken ihn. Sie rufen die Polizei an, und auch van Dijk wird verhaftet.
Die Widerstandskämpfer werden in der Euterpestraat gesammelt. Von dort aus werden sie zu den Dünen bei Overveen gebracht und erschossen.
Das Foto entstand im Auftrag des Widerstandes im Zusammenhang mit einem früheren Plan zur Befreiung der Gefangenen.
Widerstand
Menschen, die gegen die Nazis angehen, leisten Widerstand. Meist sind sie in kleinen Gruppen organisiert, von denen manche Teil einer größeren Organisation sind. Die Aktionen des Widerstandes bestehen zum Beispiel darin, Untergetauchte zu unterstützen, Lebensmittelmarken und Ausweise zu stehlen oder zu fälschen, Bevölkerungsregister und Zuteilungsstellen zu überfallen, Sabotage zu verüben, deutsche Soldaten oder niederländische Kollaborateure zu erschießen, verbotene Zeitungen zu drucken und zu verbreiten.
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