© Anne Frank Fonds, Bazel / Anne Frank Stichting, Amsterdam
Anne Frank – In der Montessori-Schule
Es ist 1938, und Anne ist neun. Sie besucht die dritte Klasse der Montessori-Schule bei Herrn van Gelder. In ihrer Klasse sind noch fünfzehn andere jüdische Kinder, darunter Annes Freundin Hanneli Goslar.
Hanneli sagt später: „Wer von den anderen Kindern jüdisch war, weiß ich nicht genau. Auf so etwas achteten wir nicht. Von mir wussten sie es, denn ich ging samstags, am Sabbat, nicht zur Schule. Aber viele andere jüdische Kinder gingen doch, auch Anne.“
Herr van Gelder sagt nach dem Krieg: „Anne Frank war kein Wunderkind. Sie war sympathisch. Ich begegnete ihr manchmal morgens auf dem Schulweg. Manchmal erzählte sie mir dann Geschichten, die sie sich zusammen mit ihrem Vater ausgedacht hatte. Es waren immer sehr lustige Geschichten. Sie erzählte viel von ihrem Vater, aber wenig von ihrer Mutter und ihrer Schwester. Dass sie Schriftstellerin werden wollte, weiß ich auch noch. Vielleicht wäre sie es ja auch geworden ...“
Anne Frank
Anne Frank kommt 1934 aus Deutschland in die Niederlande. Zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester Margot wohnt sie am Merwedeplein in Amsterdam. Im sogenannten Fluss-Viertel finden immer mehr jüdische Flüchtlinge aus Deutschland eine neue Heimat. Anne fühlt sich dort zu Hause und lernt die neue Sprache schnell.
Diese glückliche Zeit ist vorbei, als Deutschland im Mai 1940 die Niederlande besetzt. Die Familie Frank taucht 1942 unter und versteckt sich im Hinterhaus. Mehr als zwei Jahre lang gelingt es ihr, sich der Verfolgung zu entziehen.
Mehr über diese Person
Mehr über diese Person