Public domain / United States Holocaust Memorial Museum
Opfer der Novemberpogrome fliehen nach Amsterdam
Nach der Reichspogromnacht im November 1938 empfängt das Hilfskomitee für jüdische Flüchtlinge Opfer der Pogrome. Sie erhalten eine Unterkunft, ärztliche Versorgung und Lebensmittel. Das Komitee hat seinen Sitz in einem alten Schulgebäude am 's Gravenhekje, das 1939 abgerissen wird.

© Stadsarchief Amsterdam / Dienst Publieke Werken; afdeling Stadsontwikkeling
Die Flüchtlinge werden im Nederlands-Israelitisch Ziekenhuis (Niederländisch-Jüdischen Krankenhaus) an der Nieuwe Prinsengracht medizinisch versorgt.
Stummfilm. Die Aufnahmen wurden für „The Refugee - Today and Tomorrow“ gemacht, eine Reportage der amerikanischen Wochenschau- und Dokumentarfilmreihe „March of Time“, die die Aufnahme geflohener Juden in verschiedenen europäischen Ländern dokumentiert.
Flüchtlinge und Emigranten
Nachdem Adolf Hitler 1933 in Deutschland Reichskanzler geworden ist, entschließen sich Zehntausende deutsche Juden, ihr Vaterland zu verlassen und sich woanders eine neue Existenz aufzubauen. Viele emigrieren in das Nachbarland Niederlande. 1941 beträgt die Gesamtzahl deutsch-jüdischer Flüchtlinge in den Niederlanden 15.174.
Politische und jüdische Flüchtlinge werden aufgenommen, aber die niederländische Regierung schickt auch viele von ihnen zurück. Die jüdische Gemeinschaft muss sich selbst um die Versorgung der Flüchtlinge kümmern.
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