Jetteke Frijda über das Tragen des Judensterns

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Übersetzte Transkription eines Interviews mit Jetteke Frijda am 9. März 2009 in Amsterdam. Das Interview führten David de Jongh und Teresien da Silva.

Irgendwann kamen die Davidssterne, diese Stofflappen, ins Haus. 

Wie wir daran gekommen sind, weiß ich nicht, ich denke, Mutter oder jemand anders hat dafür gesorgt, dass wir welche bekamen. Von mir als Frau wurde natürlich erwartet, dass ich die Sterne selber an verschiedene Kleidungsstücke nähte. Das habe ich dann auch gemacht. 

Und damit musste man rumlaufen. Aber da wir damals schon, glaube ich, im Jüdischen Gymnasium waren und viele andere Menschen auch den Stern trugen, habe ich … Ja, ich fand es sehr unangenehm und auch seltsam, aber ich habe mich damit nie wirklich elend gefühlt. Es gab ja so viele Menschen, denen es genauso ging. 

Das ist das einzige, woran ich mich noch erinnern kann. Und meine Situation, mein Schuljahr im Jüdischen Gymnasium, da hatte ich auch deswegen so ein Gefühl von: Wir gehören zusammen.