Joop van Wijk erzählt, wie Bep Voskuijl fast verhaftet wurde

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Übersetzte Transkription eines Interviews mit Joop van Wijk in Laag Soeren, Niederlande, am 12. August 2009. Das Interview führte Teresien da Silva.

Sie konnte nicht das ganze Quantum für eine ganze Woche ranschleppen, aber es musste wenigstens für zwei Tage reichen. Das kam dann alles auf den Gepäckträger und in improvisierte Taschen, das war alles sehr schwierig! 

Sie war schon fast in der Prinsengracht, da wurde sie angehalten … das war natürlich eine Schrecksekunde, du bist 25, äh, 24, und dann wirst du mit Lebensmitteln … ja, das fiel auf … aber es war eine Menge, die sie noch erklären konnte. Es ist für meine Familie, wir müssen zehn Mägen füllen …

na, der Deutsche hat es ihr abgekauft, aber es war doch eine ziemlich vertrackte Situation, sie sollte ihm die Hälfte abgeben, damit er sie durchließ. Darauf musste sie sich einlassen, das sind natürlich Momente, die … in denen man keine zweite Chance kriegt. 

Also die eine Hälfte hat er ihr abgenommen, später zeigte sich … nach einer Minute zeigte sich, dass es ein Test war, denn der Deutsche gab es ihr zurück. Darüber war sie natürlich sehr froh und glücklich, aber es lief zu nett ab, sagt meine Mutter. Es war zu freundlich, zu einfach für mich … und meine Mutter konnte damals schon gut Deutsch sprechen, also sie konnten auch miteinander reden, aber meine Mutter wollte natürlich schnell weg, als sie die Sachen wieder zurück hatte,

und obwohl sie auf dem Weg zur Prinsengracht war, ist sie nicht zur Prinsengracht gefahren. Denn sie sind ihr gefolgt. Also dieser Deutsche ist ihr zusammen mit einem anderen Soldaten gefolgt. Und wenn sie dann in das Haus an der Prinsengracht gegangen wäre, sie war ja schon ganz in der Nähe, hätte man sie geschnappt, und das ist wahrscheinlich der Grund. So hat meine Mutter das jedenfalls empfunden, dass der Deutsche deshalb so freundlich zu ihr war. 

Also ist sie weitergefahren in die Lumeijstraat und dort auch geblieben. An dem Tag haben die Untergetauchten nichts zu essen gekriegt … um nur ein bemerkenswertes Detail zu erwähnen.