Fritzi

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„Fritzi“ Markovits wurde 1905 in Wien geboren. Mit ihrem Mann Erich Geiringer, ihrem Sohn Heinz und ihrer Tochter Eva floh sie 1938 vor den Nazis in die Niederlande. Die Familie Geiringer wohnte in Amsterdam am Merwedeplein 46, gegenüber der Familie Frank.

Heinz Geiringer erhielt am 5. Juli 1942 wie Margot Frank eine Aufforderung, sich zum Transport in ein „Arbeitslager“ in Deutschland zu melden. Am nächsten Tag tauchte die Familie unter. Sie wurden im Mai 1944 verraten und über das niederländische Durchgangslager Westerbork in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Fritzis Mann Erich starb auf einem "Todesmarsch" und ihr Sohn Heinz kam im KZ Mauthausen in Österreich um. Fritzi und Eva wurden am 27. Januar 1945 von der Roten Armee in Auschwitz befreit. Sie kehrten am 13. Juni 1945 nach Amsterdam zurück, zusammen mit Otto Frank.

Nach ihrer Heirat ließen sich Otto und Fritzi in Basel (Schweiz) nieder. Verwandte von Otto waren vor dem Zweiten Weltkrieg hierher gezogen. Ottos und Fritzis Engagement für die Jugendbildung gegen Rassismus und Diskriminierung führte zur Eröffnung des Anne Frank Hauses in Amsterdam.

Nach Ottos Tod 1980 setzte Fritzi sein Lebenswerk von Basel aus fort. Sie war eine engagierte Schirmherrin des Anne Frank Trust in Großbritannien, seit der Gründung 1990 bis zu ihrem Tod 1998. Ihre Lebensgeschichte ist in der Biografie ihrer Tochter („Evas Geschichte“) nachzulesen.