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Norbert Klein wird aus dem Krankenhaus befreit

September 1943 Amsterdam

Norbert Klein ist ein Jude, der aus Deutschland geflohen ist. Er gehört zu den Palästina-Pionieren des Hechaluz, einer Gruppe von Emigranten, die in die Niederlande gekommen sind, um sich auf das Leben und die Arbeit in Palästina vorzubereiten. Nach dem Einmarsch der Deutschen werden sie verfolgt. Viele von ihnen wurden bereits bei verschiedenen Razzien im Jahr 1941 verhaftet. Die Chaluzim haben aber auch eine Widerstandsgruppe gebildet, die eng mit Niederländern zusammenarbeitet.

Norbert Klein beschafft Verstecke für Untergetauchte und sucht nach Fluchtrouten. Als sogenannter „Halbjude“ braucht er keinen Stern zu tragen. Im September 1943 wird er verhaftet. Namen seiner Freunde in Deutschland gelangen dadurch in die Hände des Sicherheitsdienstes. Diese Freunde können noch rechtzeitig gewarnt werden.

Beim Verhör springt er aus dem Fenster der Polizeiwache. Schwer verletzt wird er ins Krankenhaus eingeliefert, das Westergasthuis (Wilhelmina-Gasthuis) in Amsterdam. Hier wird er, zusammen mit einem anderen Widerstandskämpfer, von einer Gruppe unter der Leitung des ehemaligen Polizisten Koos Heijdra befreit. Auf einer Tragbahre werden sie aus dem Fenster in ein offenes Auto gehoben und können so entkommen. Bis zum Ende des Krieges taucht Norbert Klein unter.