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Letzte Razzien in Amsterdam: 17.000 Jüdinnen und Juden verhaftet

20. Juni 1943 Amsterdam

Am 20. Juni 1943, einem Sonntag, führen die deutschen Besatzer eine Großrazzia in Amsterdam durch. Die Nazis haben die Aktion im Geheimen vorbereitet. Deutsche und niederländische Polizisten riegeln die Wohnviertel in Amsterdam-Ost und Amsterdam-Süd ab. Hier wohnen die meisten Jüdinnen und Juden.

Ab morgens 3 Uhr 30 fahren Lautsprecherwagen durch die Straßen. Den Menschen wird befohlen, sich an Sammelplätzen einzufinden. Wer nicht freiwillig kommt, wird mit Gewalt aus der Wohnung geholt. Die Razzia dauert die ganze Nacht und geht auch am nächsten Tag weiter. Etwa 5.500 Menschen werden verhaftet.

Einen Monat später führen die Besatzer noch eine kleinere Razzia durch. Schließlich folgt am 29. September 1943 eine letzte Großrazzia. Rund 10.000 Menschen werden verhaftet und in das Lager Westerbork gebracht. Nun leben kaum noch Jüdinnen und Juden in Amsterdam.