Schon am 5. Mai 1945 legen Einwohner*innen von Amsterdam Blumen und Kränze an den Orten nieder, an denen Gefangene und Zivilisten erschossen worden waren. Viele Menschen nehmen daran teil.
Gedenken an die Opfer öffentlicher Hinrichtungen
5. Mai 1945 Amsterdam
Die Nazis erschießen seit September 1944 regelmäßig öffentlich Menschen als Vergeltung für Anschläge von Widerstandskämpfern. Manchmal holen sie Gefangene aus der Zelle, aber sie nehmen auch willkürlich Menschen aus der Umgebung des Anschlags fest. Passanten müssen zuschauen.
Auf dem Weteringplantsoen erschießen die deutschen Besatzer am 12. März 1945 dreißig politische Gefangene. Das Massaker ist eine Vergeltungsaktion für die Erschießung eines Beamten des Sicherheitsdienstes in einem Haus an der Stadhouderskade ganz in der Nähe. Die Exekution fordert unbeabsichtigt noch ein weiteres Todesopfer. Der untergetauchte Jan Koopmans wird von einem Querschläger getroffen, als er während der Exekution aus dem Fenster schaut.
Kurz nach der Exekution legen Mitglieder des Widerstandes die niederländische Fahne über die Opfer.