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Fritz Pfeffer flüchtet aus Deutschland in die Niederlande

9. Dezember 1938 Amsterdam

Fritz Pfeffer ist Zahnarzt in Berlin. Er ist mit Charlotte Kaletta verlobt, einer Katholikin. Das Paar kann nicht heiraten, da die deutschen Rassengesetze Eheschließungen zwischen Juden und Nichtjuden verbieten.

In der Pogromnacht im November 1938 werden in ganz Deutschland Juden misshandelt und verhaftet. Synagogen werden in Brand gesteckt, Läden und anderer jüdischer Besitz verwüstet. Für Fritz ist das der Moment, aus Deutschland zu fliehen. Seinen kleinen Sohn Werner schickt er am 1. Dezember per Schiff zu seinem Bruder nach Großbritannien. Fritz selber flüchtet in die Niederlande. Charlotte folgt ihm drei Wochen später.

In den Niederlanden können die beiden auch nicht heiraten, da der niederländische Staat aufgrund eines alten Vertrages das in Deutschland geltende Gesetz befolgen muss. Fritz will in Belgien heiraten, doch dorthin kann er nicht, da sein Pass abgelaufen ist. Er beabsichtigt, nach Chile auszuwandern und dort auf einem Gestüt zu arbeiten. Fritz ist nämlich ein großer Pferdeliebhaber. Der Krieg macht diese Pläne zunichte.

1942 taucht Fritz im Hinterhaus unter, wo er sich ein Zimmer mit Anne Frank teilt.