Am 10. Mai 1933 organisieren nationalsozialistische Studenten Bücherverbrennungen an Universitäten in ganz Deutschland. Es ist eine symbolische Aktion, gerichtet gegen alles, was nach Ansicht der Nazis nicht zu Deutschland gehört. Werke von jüdischen, linken und pazifistischen Autoren wie Sigmund Freud, Karl Marx und Erich Maria Remarque gehen in Flammen auf.
Bücherverbrennungen an deutschen Universitäten
10. Mai 1933 Deutschland
Auf dem Berliner Opernplatz ist Propagandaminister Joseph Goebbels einer der vielen Anwesenden. Er schaut beifällig zu, wie ein Studentenführer brüllt: „Übergebt alles Undeutsche dem Feuer!“ Für die Nazis ist alles „undeutsch“, was nicht ihrer Ideologie entspricht.
Der ins Ausland geflohene linke Schriftsteller Oskar Maria Graf verfasst einen flammenden Protest. Er verlangt, dass auch seine Bücher verbrannt werden, damit sie „nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbande gelangen.“



