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Spareransturm auf eine Berliner Bank

13. Juli 1931 Berlin

Ansturm deutscher Sparer*innen auf eine Filiale der Sparkasse in Berlin nach dem Zusammenbruch der Danat-Bank (Darmstädter und Nationalbank). Sie wollen ihre Ersparnisse abheben und in ausländische Währung umtauschen. Die Danat-Bank ist die zweitgrößte Bank Deutschlands.

Der Ansturm auf die Banken ist eine Folge der weltweiten Finanzkrise, die im Oktober 1929 mit dem Börsenkrach begann, also den massiven Kurseinbrüchen an der New Yorker Wall Street.

Deutsche Firmen liehen sich bis dahin Geld von Banken in den USA, und dadurch kam die deutsche Wirtschaft wieder in Gang. Auch der deutsche Staat nahm Darlehen auf, um die im Versailler Vertrag festgelegten Reparationen zahlen zu können. Doch aufgrund der Krise verleihen die amerikanischen Banken kein Geld mehr.

Da das Deutsche Reich stark abhängig ist von diesen Darlehen, geht es mit der deutschen Wirtschaft zunehmend bergab. Nach dem Zusammenbruch der Danat-Bank vertrauen deutsche Investoren und Sparer auch anderen Banken nicht mehr. Sie heben ihre Ersparnisse ab und tauschen sie in ausländische Währung um. Um das zu stoppen, schließt die Regierung zwei Tage lang alle Banken und verbietet es, Reichsmark umzutauschen. Die Börsen bleiben für fast drei Wochen geschlossen. Danach wird die Wirtschaftskrise noch größer.