Als der Erste Weltkrieg 1918 endet, beginnen in Paris Friedensverhandlungen. Deutschland wird zum Hauptverantwortlichen für den verheerenden Krieg erklärt. Diese Vereinbarungen stehen im Friedensvertrag von Versaille, genannt nach dem Schloss, in dem die Vertreter der Länder den Vertrag unterschreiben.
Der Versailler Vertrag stößt bei der deutschen Bevölkerung auf wütende Ablehnung. Deutschland muss nämlich einen enorm hohen Betrag als Schadensersatz an die Länder zahlen, gegen die es gekämpft hat. Außerdem wollen Frankreich, Großbritannien und die USA verhindern, dass Deutschland erneut stark genug wird, um einen Krieg anzufangen. Deutschland darf nur noch eine kleinere Armee besitzen.
Deutschland muss auch Gebiete abtreten. Frankreich erhält Elsass-Lothringen und die Kohlegruben im Saargebiet. Das Rheinland darf Deutschland behalten, dort aber keine Soldaten stationieren. Die deutsche Verwaltung im Rheinland wird ersetzt durch eine Verwaltung von Großbritannien und Frankreich - den ältesten Feinden Deutschlands. Im Osten verliert Deutschland ein großes Gebiet. Es wird ein Teil von Polen, das auch Land von Russland und Österreich-Ungarn bekommt. Außerdem verliert Deutschland seine Kolonien in Afrika und Asien.
Die Deutschen meinen, zu Unrecht die Schuld am Krieg bekommen zu haben. Den Verlust von Gebieten sehen sie als Demütigung. Die immens hohen Reparationszahlungen führen außerdem zu großer Armut im Land.