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Die Vereinigten Staaten erklären Deutschland den Krieg

6. April 1917 Washington

Am 6. April 1917 erklärt US-Präsident Woodrow Wilson dem Deutschen Reich den Krieg.  Bis dahin waren die USA neutral. Die Kriegserklärung ist eine Reaktion auf den U-Boot-Krieg, den Deutschland seit Januar 1917 führt.

Deutschland will alle Schiffe versenken, die Großbritannien ansteuern, auch Passagierdampfer und neutrale amerikanische Schiffe. Sie könnten nämlich Hilfe - von Lebensmitteln bis Soldaten - für Deutschlands Gegner transportieren. Deutschland weiß, dass die USA das nicht hinnehmen werden. Es  glaubt jedoch, die Amerikaner würden für die Vorbereitungen ihrer Armee so lange brauchen, dass die Briten vorher kapitulieren. Doch das erweist sich als Irrtum.

Ein anderer Grund für die amerikanische Kriegserklärung ist das Abfangen der sogenannten Zimmermann-Depesche. Deutschland verspricht darin Mexiko finanzielle Unterstützung und amerikanisches Territorium, wenn es die USA angreift. Mexiko geht darauf nicht ein. Der britische Geheimdienst entziffert die streng geheime Nachricht und die Amerikaner sind darüber sehr wütend.

Die USA schicken 1917 mehr als eine Millionen Soldaten nach Frankreich. Erst nach einem Jahr kämpfen sie in großem Maßstab zusammen mit den Truppen der Entente.