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Die russische Revolution: Waffenstillstand mit dem Deutschen Reich

7. November 1917 Petrograd (St. Petersburg)

In Russland ist es im Frühjahr 1917 sehr unruhig. Das Land ist kriegsmüde und es herrscht Hunger. Im März  dankt Zar Nikolaus II. nach tagelangen Protesten ab. Ein halbes Jahr später verüben die Kommunisten unter der Leitung von Wladimir Lenin einen Staatsstreich. Dieser Umsturz wird als Oktoberrevolution bezeichnet. Die Kommunisten werden aufgrund ihrer Losung „Frieden, Land und Brot“ von einem Teil der Bevölkerung unterstützt. Die Provisorische Regierung wird abgesetzt.

Um ihr Friedensversprechen zu erfüllen, müssen die Kommunisten den Krieg mit Deutschland beenden. Lenin schickt seinen engsten Mitarbeiter Leo Trotzki im Dezember 1917 nach Brest-Litowsk (im heutigen Weißrussland), um mit den Deutschen zu verhandeln. Die deutsche Delegation stimmt am 3. März 1918 einem Waffenstillstand zu; im Gegenzug verzichten die Russen auf große Gebiete ihres Territoriums. Die Deutschen brauchen nun nicht mehr an zwei Fronten zu kämpfen, aber viele deutsche Truppeneinheiten müssen trotzdem noch im Osten bleiben, weil dort die Lage nach wie vor sehr unruhig ist.