Am 23. März 1933 stimmt das deutsche Parlament mit großer Mehrheit für das „Ermächtigungsgesetz“. Damit kann Hitler vier Jahre lang Gesetze erlassen ohne Einmischung des Reichspräsidenten, des Reichstags oder des Reichsrats.
Hitler stellt in seiner Rede vom 23. März die Anwesenden vor die Wahl zwischen „Krieg und Frieden“. Es ist eine verkappte Drohung, um Gegner einzuschüchtern. Mit 444 Stimmen dafür und 94 Gegenstimmen verabschiedet der Reichstag das Ermächtigungsgesetz. Nur die Sozialdemokraten stimmen dagegen. Von einer demokratischen Abstimmung kann nicht die Rede sein. Die Krolloper, in der das Parlament tagt, ist umstellt von Männern der SA und SS, den bewaffneten Abteilungen der NSDAP.
Die Abgeordneten der kommunistischen Partei können an der Abstimmung nicht teilnehmen, da sie verhaftet wurden oder auf der Flucht sind. Auch 26 sozialdemokratische Politiker können aus diesem Grund nicht mit abstimmen.
Durch dieses Gesetz kann Hitler nun als Diktator über Deutschland herrschen.