Übersicht

Kugler und Kleiman im Straflager Amersfoort

11. September 1944 Amersfoort

Die Helfer Johannes Kleiman und Victor Kugler werden nach ihrer Verhaftung am 4. August bis zum 11. September in Amsterdam eingesperrt. Ihre Zellen sind nebeneinander. Dann werden sie in das Straflager Amersfoort überstellt. Das ist ein Lager der SS für politische Gefangene und andere „Straffälle“.

Johannes Kleiman wird wegen „Arbeitsverweigerung“ verurteilt. Er bleibt nicht lange im Straflager. Er hat schon seit langem Probleme mit Magenblutungen. Deshalb kann er nicht zur Zwangsarbeit nach Deutschland geschickt werden. Auf Betreiben des Roten Kreuzes wird er sieben Tage später entlassen.

Victor Kugler ist wegen „Judenbegünstigung“ verurteilt worden. Er bleibt länger in Haft. Nach drei Wochen im Lager muss er an verschiedenen Orten in den Niederlanden Zwangsarbeit verrichten. Im März 1945 marschiert er in einer Kolonne von etwa 600 Gefangenen in Richtung Deutschland. An der Grenze werden sie von alliierten Flugzeugen beschossen, und er kann fliehen. Ein paar Tage später kommt er in seiner Wohnung in Hilversum an. Bis zur deutschen Kapitulation am 5. Mai hält er sich dort versteckt.