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Deutschland schließt Waffenstillstand mit Großbritannien und Frankreich

11. November 1918 Compiègne

Im Herbst 1918 zeichnet sich ab, dass Deutschland den Krieg nicht gewinnen kann. Die Gegner sind wirtschaftlich und militärisch zu stark. Zudem geben immer mehr Bündnispartner des Deutschen Reichs den Kampf auf. In Deutschland selbst herrscht große Unruhe. Dem Land bleibt nichts anderes übrig, als den Krieg zu beenden.

Am 9. November 1918 treffen sich Vertreter der Entente und des Deutschen Reichs in einem Bahnwaggon im Wald von Compiègne, einer kleinen Stadt 60 Kilometer nördlich von Paris. Der deutsche Abgesandte Matthias Erzberger will noch über die Bedingungen des Waffenstillstands verhandeln. Darauf lässt sich die Delegation der Entente nicht ein. Sie verlangt von Deutschland die bedingungslose Kapitulation. Zwei Tage später, am 11. November, unterzeichnet Deutschland den Waffenstillstand, der am selben Tag um 11.00 Uhr in Kraft tritt.

Deutschland verliert durch den Waffenstillstand viel. Im Vertrag steht, dass Deutschland innerhalb von zwei Wochen alle Truppen vom französischen und belgischen Territorium zurückziehen muss. Das Rheinland, ein Gebiet an der Grenze Deutschlands zu Belgien und Frankreich, wird von Truppen der Entente besetzt. Deutschland muss die Gebiete in Osteuropa zurückgeben, die es im Krieg erobert hat. Außerdem muss das Land große Mengen Kriegsmaterial an die Siegermächte abtreten.